Hitze fordert mehr Leben, als viele denken
Heiße Sommer sind im DACH-Raum längst keine Ausnahme mehr. Mit dem Klimawandel nehmen Hitzetage und Tropennächte spürbar zu – und damit auch die gesundheitliche Belastung. Die Zahlen dazu sind ernüchternd.
In Deutschland schätzen das Robert Koch-Institut und das Umweltbundesamt für die Sommer 2023 und 2024 jeweils etwa 3.000 hitzebedingte Todesfälle. In besonders extremen Jahren wie 2018 und 2019 lagen die Schätzungen sogar bei rund 7.000. Damit gehört Deutschland – gemessen an den absoluten Zahlen – nach Italien und Spanien zu den drei EU-Ländern mit den meisten hitzebedingten Sterbefällen.
In Österreich berechnete die AGES für den Sommer 2025 rund 449 hitzebedingte Todesfälle. Im Rekordsommer 2024, dem wärmsten Jahr der heimischen Messgeschichte, waren es 989. Regional traf es 2025 die Steiermark mit 93 Fällen am stärksten, gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich. Wie sehr Hitze auch im Alltag belastet, zeigt eine Erhebung der Gesundheit Österreich: 2024 berichteten 85 Prozent der Befragten von mindestens einer gesundheitlichen Beeinträchtigung durch Hitze, sechs von zehn von Schlafproblemen.
Europaweit fällt die Bilanz noch deutlicher aus. Eine im Fachjournal Nature Medicine veröffentlichte Studie des ISGlobal Barcelona kommt für das Jahr 2024 auf rund 62.700 Hitzetote in Europa und für den Zeitraum 2022 bis 2024 auf etwa 181.000.
Was bei Hitze im Körper passiert
Unser Körper hält seine Temperatur normalerweise zuverlässig konstant. Wird es heiß, beginnen wir zu schwitzen – Verdunstung kühlt die Haut. Dieser Mechanismus hat aber Grenzen. Fehlt dem Körper Flüssigkeit oder hält die Belastung zu lange an, gerät die Wärmeregulierung aus dem Gleichgewicht. Daraus entwickeln sich drei zunehmend ernste Zustände.
Dehydration ist der Flüssigkeitsmangel, der vielem zugrunde liegt. Schwitzen kostet Wasser und Salze. Wer zu wenig nachfüllt, bemerkt zuerst Mundtrockenheit, Durst, einen beschleunigten Herzschlag und nachlassende Konzentration. Ohne Flüssigkeit kann der Körper nicht mehr ausreichend schwitzen – die Kühlung bricht zusammen.
Hitzeerschöpfung ist die nächste Stufe: Schwindel, Schwäche, Kopfschmerzen, oft eine Körpertemperatur über 37 °C, aber noch unter 40 °C. Diese Anzeichen werden leicht mit normaler Müdigkeit verwechselt – ein gefährlicher Trugschluss, denn unbehandelt kann daraus ein Hitzschlag werden.
Der Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall. Die körpereigene Temperaturregulierung versagt, die Körpertemperatur steigt schnell über 40 °C, in manchen Fällen stellt der Körper das Schwitzen sogar ein. Es drohen Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Schäden an Herz, Gehirn und Nieren. Hier zählt jede Minute.
Warum es manche besonders trifft
Hitze ist ein Risiko für alle – aber nicht für alle im gleichen Maß. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder sowie Personen mit chronischen Erkrankungen wie Herzschwäche, Diabetes oder Nierenleiden.
Bei älteren Menschen kommen mehrere Faktoren zusammen. Das Durstgefühl lässt mit den Jahren nach – viele trinken zu wenig, oft ohne es zu merken. Gleichzeitig sinkt der Wasseranteil im Körper, die Nieren arbeiten weniger effizient, und Medikamente wie entwässernde Mittel verstärken den Flüssigkeitsverlust zusätzlich. Auch die Schweißproduktion nimmt ab, sodass die natürliche Kühlung schlechter funktioniert. Erste Warnzeichen wie Verwirrtheit, Schwindel oder Kreislaufprobleme bleiben gerade bei pflegebedürftigen Menschen leicht unbemerkt.
So lässt sich vorbeugen
Die gute Nachricht: Die meisten hitzebedingten Notlagen sind vermeidbar. Schon einfache Gewohnheiten helfen, gut durch heiße Tage zu kommen.
- Regelmäßig trinken, auch ohne Durst – als Orientierung gelten etwa 1,5 bis 2 Liter täglich, sofern ärztlich nichts dagegenspricht. Am besten Wasser oder elektrolythaltige Getränke; Alkohol und stark gezuckerte Getränke meiden.
- Die Wohnung kühl halten: nachts und früh morgens lüften, tagsüber Fenster, Rollläden und Vorhänge geschlossen halten.
- Anstrengung in der Mittagshitze vermeiden und Aktivitäten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
- Leichte, helle Kleidung tragen und im Freien an Kopfbedeckung denken.
- Auf gefährdete Angehörige achten: regelmäßig nachfragen, ans Trinken erinnern, auf Warnzeichen reagieren.
Gerade der letzte Punkt ist entscheidend. Wer ältere oder pflegebedürftige Menschen begleitet, kann viel bewirken, indem er aufmerksam bleibt – besonders dann, wenn die Betroffenen ihre eigenen Warnsignale nicht mehr zuverlässig wahrnehmen.
Wo SteadyTemp unterstützen kann
Hitzebelastung zeigt sich häufig in einer steigenden Körpertemperatur. Genau hier setzt SteadyTemp an: Der SteadyTemp Patch misst die Körpertemperatur kontinuierlich unter dem Arm – im Abstand von 300 Sekunden, im Bereich von 30 bis 42 °C und mit einer Genauigkeit von ±0,3 °C. Die Werte erscheinen als übersichtliche Temperaturkurve in der App, inklusive Trend sowie höchster und durchschnittlicher Temperatur.
Der Vorteil gegenüber dem klassischen Fiebermessen liegt in der Kontinuität. Ein Thermometer liefert nur eine Momentaufnahme. Temperaturveränderungen, die zwischen einzelnen Messungen auftreten, können dabei unbemerkt bleiben. Das kontinuierliche Monitoring unterstützt die Erkennung temperaturrelevanter Veränderungen auch außerhalb regelmäßiger Einzelmessungen – und hilft dir so, die Körpertemperatur deiner Liebsten im Blick zu behalten, auch zu Hause und im Schlaf.
Damit ist SteadyTemp ein Werkzeug, das Aufmerksamkeit erleichtert: Du musst nicht ständig danebenstehen, um zu sehen, wie sich die Temperatur entwickelt. Die Datenverarbeitung erfolgt sicher und DSGVO-konform, und die Anwendung ist bewusst einfach gehalten.
Wichtig ist uns aber Klarheit darüber, was SteadyTemp leistet – und was nicht. SteadyTemp misst die Körpertemperatur. Es misst weder den Flüssigkeitshaushalt noch die Umgebungstemperatur und ersetzt keine ärztliche Versorgung. Bei Anzeichen eines Hitzschlags – etwa Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen oder einer Körpertemperatur über 40 °C – ist sofort der Notruf zu wählen (144 in Österreich, 112 in Deutschland und der Schweiz). SteadyTemp ist für die Begleitung im Alltag gedacht, nicht für die Akutversorgung in einer Notlage.
Aufmerksamkeit bleibt der beste Schutz vor den Folgen von Hitze. SteadyTemp möchte einen Teil dieser Aufmerksamkeit greifbarer machen – kontinuierliches


